Diagnose Hausarztmangel?! Auf der Suche nach medizinischer Versorgung als Daseinsvorsorge

Das Durchschnittsalter der Hausärzte steigt insbesondere in den ländlichen Räumen und in den kleineren Gemeinden kontinuierlich an, dabei sinkt gleichzeitig die Gesamtzahl der Medizinstudenten und Absolventen. Damit werden die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung und die Nachfolgebesetzung bestehender Hausarztpraxen zunehmend zum Problem vieler Kommunen.

Nicht zuletzt der hohe Frauenanteil bei den Studierenden in der Medizin (2015 waren ca. 60 % der Medizinstudierenden Frauen) führt, vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, in den kommenden Jahren zu einem steigenden Bedarf an flexiblen Arbeitszeitmodellen. Damit verändert sich auch die Arbeitsplatzsituation in den Arztpraxen.

Aufgrund der demografischen Entwicklung der Bevölkerung und der damit einhergehenden Änderung der Krankheitsbilder und -häufigkeiten ist künftig eine erhöhte Zahl an Ärzten notwendig. Auch der medizinische Fortschritt führt zu höherem Behandlungsaufwand und steigendem Ärztebedarf.

Angesichts dieser und weiterer Problemlagen beschäftigten wir uns auf dem dritten Treffen des Kommunalzirkels mit dem Thema: „Daseinsvorsorge und (Haus-)Ärztemangel – kommunale Strategien“.

Nach einer Einführung zum Thema stellte am Vormittag die Gemeinde Furth bei Landshut ihren Weg vor, die Hausarztnachfolge aktiv zu gestalten. Am Nachmittag diskutierten Vertreter der Kommunen, der Ärzteschaft, der ärztlichen Interessensverbände und ein angehender Arzt darüber, welche Rahmenbedingungen in Kommunen gegeben sein sollten, damit sich Hausärzte neu ansiedeln oder junge Ärzte bestehende Praxen übernehmen.

Zum Ausklang des Treffens erkundete ein Teil der Gruppe bei einer Führung das HopfenBierGut.

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