Aktuelle Meldungen

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Meldungen, Veranstaltungen sowie Wettbewerbe und Förderprogramme rund um Themen nachhaltiger Kommunalentwicklung.

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Die SKEW bietet Unterstützung bei der Berichterstattung zu Nachhaltigkeitsaktivitäten innerhalb der Kommune. Viele Kommunen erarbeiten freiwillig Berichte zu ihren Aktivitäten hinsichtlich der Umsetzung der Agenda 2030 und den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Als eine neue Form der kommunalen Berichterstattung gewann in den letzten Jahren die Form der Voluntary Local Reviews deutlich an Relevanz. Die Nutzung der VLRs ermöglicht ein Sichtbarmachen des kommunalen Beitrags zu den SDGs und deren Umsetzungsstand. Das Leistungspaket umfasst beratende Unterstützung bei der Erstellung von VLRs für das Jahr 2022/2023. Bis zum 8. August 2022 können noch Interessensbekundungen eingereicht werden. Weitere Informationen und Details der Leistungen können Sie den Seiten der SKEW entnehmen.

Um die dringend notwendige Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung zu erreichen, haben sich über 40 erstunterzeichnende Organisationen im Rahmen des "Pakt für BNE in Bayern" zusammengeschlossen. Die gemeinsamen Ziele: der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) eine starke politische Stimme zu geben, Aktivitäten zu bündeln und Verbindlichkeit in der Umsetzung zu erwirken. In dem Dokument wird das Verständnis von BNE dargestellt, welches die Grundlage der Arbeit sowie die politischen Forderungen der Organisationen widerspiegelt. BNE wird als Bildungsprinzip für alle Bereiche von der frühkindlichen bis zur Erwachsenenbildung im Sinne des lebenslangen Lernens angesehen. Dies erfordert einen grundlegenden Haltungswechsel und eine strukturelle Verankerung von BNE im gesamten Bildungswesen. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des BLLV.

Insbesondere die letzten Wochen führen uns vor Augen, dass eine andauernde Hitzeperiode enorme Auswirkungen auf die Lesitungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Menschen hat. Heiße Temperaturen von über 30 Grad Celsius und kaum abkühlende Temperaturen in der Nacht können für den Organismus eine erhebliche Belastung darstellen. Insbesondere vulnerable Gruppen u.a. wie Menschen über 65 Jahren, Babys, Kleinkinder und gesundheitlich vorbelastete Menschen, sind besonders gefährdet. Zur Prävention gesundheitlicher Belastungen dienen Hitzeaktionspläne, welche umfassende Interventionsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz berücksichtigen. Das Bundesministerium für Gesundheit bietet auf seiner Webseite einen guten Überblick, als auch weiterführende Informationen. Kommunen haben einen erheblichen Einfluss auf eine langfristige Anpassung an Hitzewellen. Die Hochschule Fulda hat dazu im Rahmen des UBA-Projektes "HAP-DE" Analyse von Hitzeaktionsplänen und gesundheitlichen Anpassungsmaßnahmen an Hitzeextreme in Deutschland“ eine Arbeitshilfe entwickelt, welche zum Download bereitsteht.

Nach einer Corona-bedingt vollständig im virtuellen Raum erfolgen Findungs- und Vorbereitungszeit von ca. 16 Monaten hat sich am 29. Oktober 2021 in der Orangerie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unter dem Namen forum1.5 Mittelfranken ein zweites forum1.5 gegründet.


Während der Findungsphase war die Resonanz unter den vielfältigen, in der Region aktiven Initiativen und Menschen – und die Hoffnungen – auf ein forum1.5 im Städte-Viereck Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach so groß, so dass die Initiatoren (Prof. Manfred Miosga [Gründer und Leiter des forum1.5 Bayreuth], Simon Rebitzer und Barbara Cunningham) am 19. März 2021 mit einer Auftaktveranstaltung einen offiziellen Startpunkt setzten. Fast 150 Teilnehmer diskutierten über die Chancen, Möglichkeiten und Anforderungen für ein solches forum1.5 für die Region, und auch hier befürworteten die überwältigende Teilnehmerzahl dessen Gründung und Arbeitsaufnahme.


Während der organisatorischen Aufbauphase im Sommer 2021 wurde das erste umfangreiche Herbstforum vorbereitet, das vom 30.9. bis 2.10. unter dem Titel „Energiewende in der Region kooperativ gestalten“ stattfand. Damit erfolgte ein großer thematischer Schritt in der Etablierung und Sichtbarmachung des forum1.5 Mittelfranken.


Bei der Gründungsversammlung hoben dann 48 Personen aus Wissenschaft, Kommunen, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie Privatpersonen den Verein für das forum1.5 Mittelfranken aus der Taufe. Renommierte Unterstützung erhielt das forum1.5 Mittelfranken dabei von Hans-Josef Fell, einem der Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und Direktor der Energy Watch Group, der eigens für die Gründung nach Erlangen kam und neben einem eindringlichen Vortrag zur bevorstehenden Energiekrise (da war die Ukraine-Krise noch nicht in Sicht) dem forum1.5 Tipps und Hausaufgaben mit auf den Weg gab: "Es gibt so viele Dächer in den Städten - macht sie blau!"


Wie sein Bayreuther Vorbild versteht sich auch das forum1.5 Mittelfranken als Transformationsplattform für all diejenigen in der Region, die den Wandel zur Nachhaltigkeit vor Ort gestalten wollen. Namensgebend ist das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Sein Anspruch umfasst jedoch auch die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen für eine sozial-gerechte und solidarische Transformation, die in der Agenda 2030 auch für Regionen und Kommunen festgeschrieben sind. Als neutrale Kooperationsplattform für diese Region bringt sie Akteure aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Das forum1.5 adressiert alle Menschen und lädt sie zur Mitwirkung ein.


Der gewählte Vorstand spiegelt diese breite gesellschaftliche Aufstellung wider: Mit Prof. Achim Bräuning und PD Dr. Klaus Geiselhart ist das Institut für Geographie vertreten, für die Medizin bringt Dr. Ursula Hahn ihr Wissen ein. Kunst und Kultur werden vertreten von Ulrike Müller-Telschow von den artists4future, während Simon Rebitzer stellvertretend für die Transition-Bewegung im Vorstand ist. Nora Elhaus, ehemalige Geschäftsführerin der Klimaliste Erlangen vertritt klimapolitische Aspekte und bringt als Promovendin am Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik entsprechendes Fachwissen ein, Sabine Bock, Umweltreferentin der Stadt Erlangen, bietet Einblicke in die kommunale Verwaltungsperspektive und Manuel Horváth bildet eine Brücke in die (Energie-)Wirtschaft. Unterstützt werden wird die Arbeit des forum1.5 Mittelfranken von einem „Wissenschaftlichen und Expert:innen-Beirat“.


"Nur gemeinsam und auf einer neutralen Plattform wird ein zielgerichtetes Zusammenwirken der Akteure gelingen, welches unsere Region bei Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Transformation endlich ausreichend voranbringt. Die Zeit rennt uns davon. Von dem entscheidenden Jahrzehnt bis 2030 sind bereits wieder zwei Jahre vergangen und wir müssen schneller vorankommen," ist sich Prof. Dr. Achim Bräuning sicher.


Mit dem gemeinsam und zeitgleich in Bayreuth und Mittelfranken abgehaltenen Frühjahrsforum 2022 „Bitte wenden: Mobilität neu denken“ wurde die Zusammenarbeit mit dem Bayreuther forum1.5 erfolgreich vertieft. Auch perspektivisch soll der Austausch zwischen den beiden Foren weiter verstetigt werden.
Nach Abschluss der Gründungsphase ist das forum1.5 Mittelfranken vollständig im Arbeitsmodus angekommen. Im Gegensatz zu seinem Vorbild in Bayreuth steht es jedoch finanziell noch auf unsicheren Beinen und ist bisher fast vollständig ehrenamtlich getragen. Die Suche nach dauerhafterer Finanzierung ist somit eine der organisatorischen Herausforderungen des neuen forum1.5, während gleichzeitig die Vorbereitungen für Veranstaltungen im Herbst 2022 bereits laufen.

 

Die vergangenen Sommer 2018 bis 2020 zeichneten sich zum einen durch Hitzewellen und Trockenheit aus, hinzu kamen die Starkregen- undHochwasserereignisse im Westen und Süden Deutschlands. Auch in weiteren Regionen waren die dramatischen Folgen des Klimawandels deutlich spürbar. Neben Privatgebäuden gilt es auch öffentliche Einrichtungen, insbesondere für vulnerable Gruppen, gegen die Folgen von Hitze, Starkregen oder Hochwasser zu wappnen, wie z.B. Schulen, Kindertageseinrichtungen, Krankenhäuser sowie Pflege- und Altenheime.

Das Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung und das Bayerische Landesamt für Umwelt laden Sie herzlich ein zur zweiteiligen Online-Veranstaltung: „Dem Klimawandel in Bayerns Kindergärten und Schulen begegnen– Zukunftsorientiertes Bauen und Sanieren“.

Am Dienstag, 11. Oktober 2022 findet von 9:00 bis ca. 12:15 Uhr der erste Teil der Online-Veranstaltung statt. Der Fokus liegt auf dem Themenfeld „Klimaschutz: Kindergärten und Schulen energieeffizient bauen und sanieren“.

Am Dienstag, 18. Oktober 2022 von 9:00 bis ca. 12:15 Uhr liegt der Fokus auf dem Bereich „Klimaanpassung: Kindergärten und Schulen auf Hitze und Unwetter vorbereiten“.

Im Zentrum der Veranstaltungen werden konkrete Umsetzungsschritte sowie Handlungsempfehlungen stehen. Die Teilnehmenden erhalten wesentliche Informationen zu klimaorientierter Projektgestaltung und -umsetzung für bevorstehende oder geplante Bau- bzw. Sanierungsvorhaben. Die Veranstaltungen werden zum einen Grundlagen zu den jeweiligen Themenschwerpunkten bieten, zum anderen Fachinput und Praxisbeispiele liefern.

Wir empfehlen eine Teilnahme an beiden Seminaren, da Klimaschutz und Klimaanpassung Hand in Hand gehen und nicht einzeln voneinander betrachtet werden können.

Zielgruppe:
- Mitarbeitende in bayerischen Kommunen, die insbesondere kommunale Bauten betreuen
- Bürgermeister*innen
- Klimaschutz- und Klimaanpassungsmanager*innen,
- Vertreter*innen von weiteren Trägern von Kindertageseinrichtungen und Schulen (bspw. Kirchen, Wohlfahrtverbände und privatwirtschaftliche Unternehmen)
- Leiter*innen von Kindergärten, Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Das detaillierte Programm finden Sie hier. Die Anmeldung ist bereits freigeschaltet: >> zur Anmeldung.