UN-Klimakonferenz “Conference of the Parties” (COP) 26 in Glasgow

Nach zwei Wochen intensiver Verhandlungen ging der Klimagipfel in Glasgow am 13. November 2021 zu Ende. Die rund 200 Teilnehmenden einigten sich in ihrer Schlusserklärung zum verstärkten Kampf gegen die Erderwärmung und vereinbarten weitere Umsetzungsregeln zum Pariser Klimaabkommen. Wesentlicher Bestandteil ist dabei das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens. Zusätzlich werden die Staaten dazu aufgerufen, die nationalen Klimaschutzziele (NDC) vorzeitig zu überprüfen. In der UN-Klimaschutzkonferenz werden Kohle und andere fossile Energieträger erstmals als Auslaufmodell erklärt. Dennoch wurde der Ausstieg durch den Aufruf verwässert, dass die Staaten die Nutzung von Kohlekraftwerken nur schrittweise verringern sollen.
Ein großer Diskussionspunkt war auch das Thema Finanzierung. In der Rahmenentscheidung wird anerkannt, dass der Klimawandel immer größere Schäden mit sich bringt und daher verstärkte Maßnahmen, wie finanzielle Hilfen, notwendig seien. Industrieländer werden dazu aufgerufen, Unterstützung zu leisten, jedoch fehlt hier der verbindliche Rahmen. Für die Umsetzung des Pariser Abkommens gibt es ein Regelbuch, welches bei den zwei vorherigen UN-Klimakonferenzen allerdings nicht fertiggestellt wurde. Dieses Jahr wurden Vereinbarungen getroffen, in welcher Form und wie häufig die Mitgliedsstaaten über ihre nationalen Klimaschutzziele im Rahmen des Pariser Abkommens Bericht ablegen müssen. Zusätzlich wurde der seit Jahren umstrittene Artikel 6 des Pariser Abkommens beschlossen, welcher die Staaten und Unternehmen dazu anhält, Klimaschutzmaßnahmen in ärmeren Ländern zu finanzieren und die dadurch eingesparten Emissionen gutgeschrieben bekommen (Quelle: ZDF Nachrichten).

Die Klima-Allianz gibt Einschätzungen der wichtigsten Ergebnisse des Weltklimagipfels. Eine Zusammenfassung gibt u.a. auch das Wuppertal Institut.

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